Seit 2001 weckt der Begriff Pisa nicht mehr ausschließlich Urlaubsassoziationen, sondern ist scheinbar untrennbar mit dem Verfall Deutschlands als Wissensstandort verknüpft. Schuld ist wahlweise die OECD, also das durchführende Organ des PISA-Tests, das die von vielen als katastrophal beschriebenen Ergebnisse zutage brachte, oder schlicht die deutsche Bildungspolitik. Tatsächlich aber ist die sogenannte PISA-Studie ein ernst zu nehmendes Instrument, um die Qualität der Bildung in verschiedenen Staaten zu messen und damit auf Missstände in diesem Bereich hinzuweisen.
PISA-Test – Bedeutung, Ergebnis und politischer Diskurs
IGLU-Test und PISA-Studie
Als 2001 die Ergebnisse der ersten PISA-Studie veröffentlicht wurden, setzte in Deutschland so etwas wie ein Bildungsschock ein. Politik, Medien und Wirtschaft diskutierten eifrig über das unerwartet schlechte Abschneiden Deutschlands bei der internationalen Schulleistungserhebung der OECD. Tatsächlich wurden die Resultate dem Anspruch Deutschlands als Bildungsstandort keineswegs gerecht und zeigten mitunter erhebliche Mängel des deutschen Bildungssystems auf.